NEU! ………. Präsenzseminare by Die Sonntagsschule

Ab Januar 2020 eröffnet in Hirschaid unter der Marke QuickAcademy „Die Sonntagsschule“. Eine neue alternative zu Abend- oder Wochenendseminaren, um einen Fachwirteabschluss vor der IHK zu bestehen.

Die QuickAcademy hat sich seit nun schon ca. 10 Jahren als Anbieter für Kurse, die zur Prüfung vor der IHK führen etabliert. Die Bedürfnisse der Teilnehmer ändern sich jedoch, deshalb hat Magister Joachim Gehringer reagiert und im November 2019 in Hirschaid die neue „Sonntagsschule“, die ab Januar 2020 den Lehrbetrieb aufnimmt, gegründet.

Nach wie vor kann man hier in ca. einem Jahr prüfungsfit für eine Fachwirteprüfung als Wirtschaftsfachwirt, Handelsfachwirt, Industriefachwirt oder auch technischer Fachwirt werden. Jetzt aber nur noch mit Unterricht am Sonntagvormittag.

Robert Raikes

Die schon 1803 in Bayern eingeführte Bildungsidee kommt aus England.  Gründungsdatum der ersten Sonntagsschule war das Jahr 1780. Der englische Zeitungsverleger und Sozialreformer Robert Raikes (1735–1811) begann, am Sonntagmorgen in einem Elendsviertel von Gloucester verwahrloste Kinder anhand der Bibel im Schreiben und Lesen zu unterrichten.

Ursprünglich vermittelte die Sonntagsschule nicht nur religiöses Wissen, sondern half auch bei der Alphabetisierung unterprivilegierter Schichten. Diese Funktion hat sie bis heute noch in manchen unterentwickelten Ländern inne.

Der sonntägliche Kirchgang gehört bei jungen Leuten sowieso schon der Vergangenheit an. Nur noch die absolute Minderheit aus dieser Zielgruppe bis ca. 35-40 Jahre geht am Sonntag in den Gottesdienst.

Bei der Sonntagsschule geht es aber nicht um religiöse Inhalte. Es geht hier darum in ca. drei bis vier Stunden am Sonntagvormittag kaufmännisches Wissen mit Spaß und Praxisrelevanz zu lernen. Da passt auch mal die Oma auf die Enkel auf und Mutti kann lernen für den Berufswiedereinstieg. Dabei kann, muss aber nicht zwingend der Abschluss mittels Prüfung vor der IHK z.B. als Wirtschaftsfachwirt, Industriefachwirt oder Handelsfachwirt im Mittelpunkt der Bestrebungen stehen. Wer will bekommt auch ein Teilnahmezertifikat für einzelne Teile.

Gerhard Oncken

Im Sinne einer breiten Volksbildung á la Johann Gerhard Oncken, dem Begründer der deutschen Sonntagsschularbeit, fehlen vielen Menschen kaufmännische Grundkenntnisse in Fächern, wie Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Recht, Steuern etc. Viel kaufmännisches Wissen, so Magister Gehringer, könne man auch im täglichen Leben gut gebrauchen. Wer kennt zum Beispiel den genauen Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie und wer weiß, wann man vom Vertrag im Rahmen der Gewährleistungsrechte zurücktreten kann und wie das funktioniert. Wie man Ziele und Strategien entwickelt, ist auch für die persönliche Entwicklung interessant, denn die Strukturen sind dieselben, wie in der Unternehmensführung und im betrieblichen Management.

Letztlich möchte man keinen rein theoretischen Unterricht bieten, deshalb werden kleine Lernpakete geschnürt, die versehen mit vielen Praxisfällen und Aufgaben versehen, möglichst viel Handlungskompetenz erzeugen sollen. Natürlich bleibt die Vorbereitung zur Prüfung vor der IHK auch im Focus, da nur der öffentlich-rechtliche Bildungsabschluss in Deutschland Vorteile im Berufsleben bringt, so Magister Gehringer, dabei stehe das Angebot des Vereins nicht in Konkurrenz zu gewerblichen Akademien, sondern soll ergänzen.

Magister Gehringer sieht insbesondere wegen der starken Ausrichtung an Fällen und Aufgaben auch eine Eignung der Kurse für Azubis, Meisterfrauen und Existenzgründer. Schließlich könne man ja auch jederzeit die Dozenten im Live-Unterricht fragen, wenn Fragen entstehen.

Mit solidem kaufmännischem Wissen finden sich insbesondere auch für Berufswiedereinsteiger einfacher Jobs. Existenzgründer stellen Ihr Unternehmen auf sichere Füße und Angestellte forcieren ihre Karriere. Azubi schaffen Ihre Prüfungen besser.

An ca. 50 Sonntagen im Jahr findet der Unterricht von 8.30 bis 12.00 Uhr statt, hohe Feiertage sind ausgenommen. So wird der Lerninhalt z.B. für eine Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt jährlich wiederholt. Jeden Sonntag ein neues Thema und eine kurze, intensive Lernzeit bringt mehr Nutzen, da insbesondere bei längeren Unterricht die Aufmerksamkeit doch oft sehr nachlasse, so Magister Gehringer.

Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Dabei kann jeder Sonntag nach Belieben einzeln über Internet gebucht werden (für jeden Sonntag erstellt das System eine Eintrittskarte). Monats-, Quartals-, Halbjahres- und Ganzjahres-Abos sind möglich und bringen Preisvorteile.

Alle Lehrveranstaltungen werden übrigens auch per Webinar live per youtube ins Internet übertragen, so dass auch eine bundesweite Teilnahme mit einem speziellen Zugangscode möglich ist. Auf staatliche Förderungen, wie Bafög oder Bildungsgutscheine wird bewusst verzichtet, da damit auch immer eine sehr große Bürokratie verbunden ist, der man sich zu unterwerfen hat. Das ist jedoch nicht zielbringend, nur nervend und nur, was man selbst finanziert hat, ist auch etwas Wert. Dazu gibt die IHK ja bei bestehen noch 2.000 € Meisterbonus ins Bayern, das reicht für die Finanzierung aus.

Alles geschieht gemäß dem alten Sonntagsschul-Motto:

Die Sonntagsschul’ ist unsre Lust
und wird es immer mehr;
sie bringt uns, was wir nicht gewusst ,
in süßen Stunden her.

Beginn der Sonntagsschulhymne, die damals häufig zu Beginn oder zum Abschluss der Veranstaltung gesungen werden musste.

Aber keine Angst gesungen wird hier nicht mehr.